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Mauersegleransiedlung  Meldorfer Gelehrtenschule 2017

 

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Kurzbeschreibung des Projekts (Mauersegleransiedlung Meldorfer Gelehrtenschule)

Mitglieder der NABU-Kreisgruppe Dithmarschen sowie Eltern, Lehrer und Schüler wollen insgesamt 25 Mauersegler-Nistkästen aus langlebigem Holzbeton im Traufbereich der Meldorfer Gelehrtenschule (Gymnasium), An den Anlagen 16, 25704 Meldorf anbringen. Zusätzlich sollen je 15 weitere Holzbetonnistkästen für andere Höhlenbrüter an den Bäumen auf dem Schulhofgelände angebracht werden. Zwei der aufgehängten Mauersegler-Nistkästen sollen mit Infrarotkameras ausgestattet werden, die den Nestbau und das Brutgeschäft nach der Besetzung später live auf einen Monitor, der im Eingangsbereich der Schule aufgehängt wird, übertragen. In der Anfangsphase sollen brutwillige Mauersegler durch das Abspielen von Rufen brütender Artgenossen von einer CD an die Kästen gelockt werden, um die Annahme zu beschleunigen. Die kleinen Lautsprecher, die die Rufe abgeben, werden in der Nähe der freien Kästen angebracht bzw. aufgehängt und zeigen den Seglern so den Weg zu den Kästen. Diese Vorgehensweise hat sich in der Praxis in vielen Versuchen sehr bewährt.

Projektziele

aus umweltpädagogischer Sicht

Durch den Einsatz von Nistkastenkameras und der Übertragung auf den Monitor sollen die Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte von Mitte Mai bis ca. Anfang August die Möglichkeit haben, live am Nestbau und dem Brutgeschehen der Mauersegler teilzuhaben, ohne dass diese dabei gestört werden. Auf diese Weise soll das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Natur und Umwelt geweckt werden und gleichzeitig das  Verständnis für natürliche Zusammenhänge gefördert und das Umweltbewusstsein gestärkt werden. Der Schulleiter der Schule hat signalisiert das Thema „Mauersegler“ im Unterricht im Sach- und Biologieunterricht im Falle der Umsetzung behandeln zu wollen. Es ist u.a. geplant die Holzbeton-Nistmulden für die Seglerkästen von den Schülerinnen und Schüler im Werkunterricht herstellen zu lassen, um so das Projekt für sie auch (be)greifbar zu machen. 

aus Artenschutzgründen 

Der Mauersegler war 2003 „Vogel des Jahres“ und leidet zunehmend unter akuter „Wohnungsnot“. Vielerorts gehen die Bestände seit Jahren kontinuierlich zurück. Der Hauptgrund ist, dass bundesweit  sehr viele vorhandene und mögliche Brutplätze, die die Segler vorwiegend unter Dächern und Mauerlöchern suchen und finden, durch energetische Sanierungsmaßnahmen vor allem von älteren Gebäuden verlorengegangen sind bzw. weiter verlorengehen. Die Dächer und Mauerwerke werden heutzutage zur  Energieeinsparung hermetische isoliert und abgedichtet. Mauersegler finden dann keinen Einschlupf mehr. Das ist auch in Meldorf so und betrifft auch andere Höhenbewohner, wie z.B. Sperlinge und Fledermäuse. Segler sind ihrem einmal besetztem Brutplatz ausgesprochen treu und sie benutzen ihn nach der Rückkehr aus dem Überwinterungsgebiet im Mai Jahr für Jahr aufs Neue zur Jungenaufzucht. Das kann sehr viele Jahre der Fall sein, denn sie können bis zu 20 Jahre alt werden. Mauersegler brüten gerne in Kolonien, die ähnlich wie bei Mehlschwalben sehr groß werden können. Mauersegler hinterlassen im Gegensatz zu Schwalben jedoch so gut wie keine Verschmutzungen an Hausfassanden. Durch das Anbringen von geeigneten Nistkästen kann man den Mauersegler sehr gut „unter die Flügel“ greifen und den Schwund an natürlichen Nistplätzen entgegenwirken. Das macht vor allem an Schulgebäuden Sinn, weil diese in der Regel lange im Besitz der Gemeinden bleiben und die Akzeptanz für Niststätten von Gebäudebrütern hier höher ist als im Privatbereich. Mauersegler sind atemberaubende Flugkünstler, die zum Sommer dazu gehören, wenn sie vor allem bei schönem Wetter morgens und abends laut rufend durch die Häuser- und Straßenschluchten der Innenstädte fliegen.       

Abschließend bleibt festzustellen, dass sich durch dieses Projekt  Artenschutz und Umwelt-und Naturpädagogik sinnvoll und auch nachhaltig miteinander verbinden lassen.

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